Medizinisches Cannabis unterstützt zahlreiche Therapien

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Dank der Ampelregierung ist Cannabis inzwischen als Genussmittel weithin bekannt. Die weitaus wichtigere Funktion als Heilpflanze rückt dagegen in der Öffentlichkeit nicht selten in den Hintergrund.

Die Vorteile von Cannabis


Seit dem 1. April 2024 darf in Deutschland ein Joint geraucht werden. Bei der Diskussion um das Gesetz geriet der eigentliche Nutzen der Pflanze etwas in den Hintergrund. Hanf ist eine der ältesten Kultur- und Heilpflanzen. Bereits in der Antike wurde er als Rohstoff für Textilien verwendet. Vor über 4.000 Jahren wussten chinesische Mediziner ferner, die schmerzlindernden Eigenschaften des im Cannabis enthaltenen THC zu nutzen. Erst später entdeckten die Inder die Pflanze als Rauschmittel.

Cannabis kann die Schmerzen spürbar lindern. Der Gesetzgeber erlaubt die Verschreibung jedoch nur, wenn es sich um einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf handelt. Leider gibt es keine Liste, welche Erkrankungen in dieses Kriterium fallen, weshalb sich viele Ärzte scheuen, das Medikament zu verschreiben. Das Onlineportal CanDoc zeigt, dass Patienten mit einem Cannabis Rezept online Erfahrungen machten, die positiv sind.

Sichere Abgabe eines Medizinproduktes


Um eine sichere Behandlung zu gewährleisten, wird die Verschreibung von Cannabis von hoch qualifizierten Medizinern begleitet. Sie stehen jederzeit mit ihrer Expertise zur Verfügung, um das bestmögliche Therapieergebnis zu erreichen. Trotz der sorgfältigen Bearbeitung ihrer Anträge müssen Patienten weniger als 24 Stunden warten, ehe das Rezept an die Apotheke versandt wird.

Für die Kranken bietet dies die Sicherheit, dass die Ärzte keine Gewinne mit der Abgabe des Cannabis erzielen. Als zusätzlicher Ausschluss eines Interessenkonflikts wird das Rezept an eine vom Patienten frei ausgewählte Apotheke geschickt. Dort kann er sein Medizinprodukt wie gewohnt abholen oder es sich liefern lassen. Alle Cannabisprodukte erfüllen die strengen pharmazeutischen Standards, die Patienten von deutschen Apotheken gewohnt sind.

Ist der Cannabis-Club eine Alternative?



Mal davon abgesehen, dass bisher kaum Vereine genehmigt wurden, ist der dort angebotene „Stoff“ nicht mit dem medizinischen Produkt vergleichbar. Für die Freizeitdroge gelten deutlich niedrigere Qualitätsanforderungen. Sogar der Eigenanbau ist in geringem Maße legal. Die Qualität der Substanzen hängt in diesem Fall stark von den Kenntnissen der Anbauer ab.

Bei medizinischem Cannabis gibt es genaue Richtlinien über Reinheit und Wirkstoffgehalt. Dazu muss jede einzelne Charge auf Pestizide, mikrobiologische Verunreinigungen, Schwermetalle und andere schädliche Substanzen geprüft werden. Die Herstellung ist nur staatlich lizenzierten Unternehmen erlaubt. Ziel ist es, ein sicheres und wirkungsvolles Medikament für die Therapie zur Verfügung zu stellen. Dies ist wichtig, weil für den Erfolg einer Behandlung spezifische Cannabinoid-Profile zum Einsatz kommen, die in der Freizeitdroge nicht zu finden sind.

Krankenkassen erstatten die Kosten selten



Die gesetzlichen Krankenkassen halten Cannabis nicht für die „massenhafte Anwendung“ geeignet. Dass die Nutzung der Substanzen medizinisch sinnvoll sein könnte, verleugnen die Versicherer jedoch nicht. Sinnvoll kann die Verschreibung beispielsweise bei folgenden Erkrankungen sein:

  • Chronische Schmerzen 

  • Multiple Sklerose 

  • Paraplegie 

  • Epilepsie 

  • Linderung der Folgen einer Chemotherapie 

  • Appetitanregung bei HIV 



Weitere Studien ergaben eine positive Wirkung bei Spastiken, Arthrose und ADHS. Allerdings schätzen die Krankenkassen die Studienlage häufig als zu wenig aussagekräftig ein, um entsprechende Therapien zu finanzieren. So bleibt den Patienten selbst bei den oben genannten Erkrankungen meist nur die Bezahlung aus dem eigenen Vermögen.

Fazit



In jedem Fall ist die Konsultation eines Arztes sinnvoll, weil sich Cannabis nicht immer mit der Einnahme anderer Medikamente verträgt. In vielen Anwendungsfällen kann die Pflanze jedoch den Therapieerfolg unterstützen.

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