US-Vizepräsident JD Vance sorgte auf der Münchner Sicherheitskonferenz für Aufsehen mit scharfer Kritik an europäischen Regierungen. Er warf ihnen vor, demokratische Prinzipien einzuschränken und Angst vor ihren eigenen Bürgern zu haben. Die USA attackieren Europa, so reagieren die Staatschefs:
In seiner rund 18-minütigen Rede verzichtete Vance weitgehend auf die erwartete Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben und konzentrierte sich stattdessen auf vermeintliche Defizite der Demokratie in Europa. Besonders seine Bemerkung zur AfD ließ aufhorchen: "Es gibt keine Berechtigung für Brandmauern“, sagte er in Anspielung auf die strikte Abgrenzung der etablierten Parteien zur AfD. Bundespräsident Steinmeier reagiert sofort:
Zuvor hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die US-Regierung unter Donald Trump dazu aufgerufen, internationale Regeln nicht weiter zu untergraben. "Selbst die Stärksten, auch die USA, werden in diesem 21. Jahrhundert auf Bündnispartner angewiesen sein“, betonte Steinmeier. Besonders besorgt zeigte er sich über den wachsenden Einfluss wirtschaftlicher Eliten auf die Demokratie.
Neben seiner Rede sorgte Vance auch mit einem Interview im Wall Street Journal für Diskussionen. Darin sprach er sich für eine Zusammenarbeit mit der AfD sowie für eine striktere Begrenzung der Migration aus. Beobachter sehen darin eine klare Unterstützung der Trump-Administration für rechte Parteien in Europa. Auch Elon Musk, ein prominenter Berater des US-Präsidenten, verfolgt diesen Kurs.