In der TV-Debatte mit Günther Jauch geriet AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel ins Kreuzfeuer der Kritik. Der Grund: Ihr Wohnsitz in der Schweiz. Die Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD), Friedrich Merz (CDU), Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) trafen in einer hitzigen Debatte gegeneinander an. Besonders im Fokus stand Weidel, die mit ihrer Familie in der Schweiz lebt, aber das Amt der Bundeskanzlerin anstrebt. So reagierte Sie auf die vielen Angriffe:
Weidel lebt mit ihrer Partnerin Sarah Bossard und ihren zwei Söhnen im Schweizer Dorf Willerzell, Kanton Schwyz. Dass eine Kanzlerkandidatin nicht in Deutschland, sondern im Ausland ihren Lebensmittelpunkt hat, sorgte für Diskussionen. Moderator Günther Jauch sprach das Thema direkt an und fragte, wie Weidel glaubwürdig für deutsche Interessen eintreten könne, wenn sie selbst in der Schweiz lebe. Die 45-Jährige verteidigte sich mit dem Hinweis, dass ihr offizieller Wohnsitz in Überlingen am Bodensee liege und sie alle gesetzlichen Vorgaben erfülle. Kritiker bezweifeln jedoch, dass sie dort tatsächlich die meiste Zeit verbringt. Laut deutschem Wahlrecht muss der "Lebensmittelpunkt“ eines Kanzlerkandidaten in Deutschland sein. Während Weidel auf die Einhaltung aller Vorschriften pocht, werfen Gegner ihr vor, Gesetze zu umgehen. Auch Experten sehen in ihrem Wohnsitz einen Widerspruch zu ihrer politischen Agenda, die stark auf nationale Interessen fokussiert ist.