Es ist eine Geschichte, die tief berührt: In dem kleinen süditalienischen Städtchen Avellino, nahe Neapel, wurde eine Frau in blauer Hose und braunem Pullover auf dem Bürgersteig entdeckt – verzweifelt und obdachlos. Was zunächst wie das Schicksal einer unbekannten Person erschien, entpuppte sich als ein erschütterndes Kapitel im Leben eines ehemaligen DSDS-Stars!
Rania Zeriri schaffte es damals unter die letzten Fünf der beliebten Castingshow und begeisterte Juror Dieter Bohlen (71) mit ihrer Stimme. Doch ihr Leben nahm nach dem Tod ihrer Mutter einen dramatischen Wendepunkt. Der Verlust traf sie schwer, und sie begann, sich aus der Musikszene zurückzuziehen. Depressionen und mentale Probleme prägten fortan ihren Alltag. Ohne festes Ziel reiste sie durch Europa, bis sie schließlich in Neapel strandete. Dort verlor sie ihre persönlichen Sachen, ihr Handy wurde gestohlen, und sie irrte zunehmend verwirrt durch die Region. Als ein Lokaljournalist über die obdachlose Frau berichtete, kam ihre Identität ans Licht. Plötzlich stand Rania wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit – diesmal jedoch nicht wegen ihres Talents, sondern wegen ihres traurigen Schicksals.
Trotz ihrer prekären Situation lehnte Rania zunächst jede Unterstützung ab. "Frei sein und über sich selbst bestimmen zu können“ – das war ihr Wunsch, wie sie der Gemeinde gegenüber betonte. Erst als die Behörden die niederländische Botschaft einschalteten, um ihre Familie zu informieren, begann sich die Lage zu ändern. Nach zwei weiteren Nächten im strömenden Regen gelang es dem Bürgermeister des benachbarten Ortes Mercogliano, Vittorio D’Alessio (50), sie zu überzeugen, in eine Notunterkunft zu gehen. Dort erhielt Rania saubere Kleidung, warme Mahlzeiten und sprach mit einer Psychologin. "Rania geht es gut“, sagte Bürgermeister D’Alessio gegenüber der BILD . "Sie spricht auf die Pflege, die nicht medizinischer oder pharmakologischer Natur ist, gut an.“ Seine Mitarbeiter hätten es geschafft, zu ihr durchzudringen und ihr Vertrauen zu gewinnen. "Ich habe mich auch persönlich mit der niederländischen Botschaft in Verbindung gesetzt“, fügte er hinzu.