Mit Baerbocks Verzicht rücken andere Namen in den Vordergrund. Die bisherige Co-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann (63) sowie Ska Keller (42) wurden kommissarisch im Amt bestätigt. Baerbock würdigte dies in ihrem Brief: "Mit zwei starken Frauen an ihrer Spitze beginnt jetzt ein neues Kapitel für unsere Fraktion.“ Damit deutet sich an, dass beide ihre Positionen behalten werden. Zudem wird aktuell diskutiert, wer als Bundestagsvizepräsident oder -präsidentin für die Grünen kandidieren könnte. Neben Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (58) werden auch Ex-Parteichef Omid Nouripour (49) und Claudia Roth (69) als mögliche Kandidaten gehandelt. Für Roth wurden jedoch kaum Chancen eingeräumt.
Trotz ihres Rückzugs aus der Führungsspitze betonte Baerbock, dass sie weiterhin aktiv bleiben wolle: "Auch wenn die Rollen sich ändern, ist dies kein Abschied.“ Sie nimmt nun einen Platz inmitten der Abgeordneten ein und bleibt somit Teil des politischen Geschehens.
Ihre Entscheidung markiert einen Wendepunkt nach einer Ära voller Herausforderungen und Erfolge. Während sie sich Zeit für ihre persönlichen Belange nimmt, steht die Partei vor der Aufgabe, neue Wege in der Opposition zu beschreiten. Ein neues Kapitel beginnt – für Baerbock und die Grünen gleichermaßen.