"Ich bin Realist. Es ist durchaus möglich, dass sich die FDP ab morgen personell und inhaltlich komplett neu aufstellt. Sollte die FDP den Einzug in den Bundestag verpassen, ist für mich selbstverständlich, dass ich mich ebenfalls aus der Politik verabschiede“, erklärte Lindner am Wahlabend in der "Berliner Runde“ von ARD und ZDF. Ein Führungsanspruch in einer solchen Situation sei für ihn nicht mehr gegeben. Lindner zeigte sich dennoch dankbar für seine politische Laufbahn: "Falls meine Zeit in der Politik endet, dann gehe ich mit einem einzigen Gefühl – großer Dankbarkeit.“
Aktuelle Hochrechnungen von ARD und ZDF deuten darauf hin, dass die FDP tatsächlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern könnte. Lindner, der die Partei seit 2013 führt, wurde damals mit 79 Prozent zum jüngsten Parteivorsitzenden in der Geschichte der FDP gewählt. 2017 gelang ihm mit 10,7 Prozent der Stimmen die Rückkehr der Liberalen in den Bundestag.