„Russland wollte mich stoppen!“ – Baerbock mit brisanter Aussage bei Maischberger

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„Russland wollte mich stoppen!“ – Baerbock mit brisanter Aussage bei Maischberger

News (2 / 1) 15.02.2025 09:34 von Günter Symbolbild imago


Als Maischberger nach einem "Plan B" für den Fall einer Abwahl fragte, unterstrich Baerbock ihren Wunsch, weiterhin Außenministerin zu bleiben. Dennoch sei sie sich bewusst, dass ihr mit Mitte 40 noch viele berufliche Wege offenstehen. Dieses Wissen habe ihr die Freiheit gegeben, in ihrer politischen Arbeit klare Positionen zu vertreten. Selbst als sie aus der eigenen Regierung heraus unter Druck gesetzt wurde, die Hilfen für Palästinenser einzustellen, blieb sie standhaft: "Das werde ich nicht tun, eher trete ich zurück." Gleich zu Beginn ihres Auftritts machte Baerbock deutlich, dass sie und Robert Habeck als Spitzenkandidaten die Partei führen. Dies war eine Reaktion auf Kritik der Grünen Jugend am Zehn-Punkte-Plan von Habeck zur Sicherheitspolitik.

Russlands Einfluss und innenpolitische Kontroversen

Baerbock sprach auch darüber, dass sie im Bundestagswahlkampf 2021 massiven Angriffen ausgesetzt war. Laut Verfassungsschutzberichten habe Russland aktiv in den Wahlkampf eingegriffen. Sie selbst hatte frühzeitig vor den Risiken der russischen Gaspipeline gewarnt, was ihr erheblichen Gegenwind eingebracht habe. In der aktuellen Migrationsdebatte kritisierte sie die Union scharf und warf Spitzenkandidat Friedrich Merz vor, mit falschen Zahlen Stimmung zu machen. Sie warnte vor der pauschalen Stigmatisierung aller Menschen mit Migrationshintergrund: "Das macht doch was mit unserem Land."

Mögliche Koalitionen nach der Wahl

Zur Frage einer Koalition mit der Union äußerte sich Baerbock nicht direkt. Politico-Chefredakteur Gordon Repinski glaubt, dass Merz nur noch die Wahl zwischen einer Zusammenarbeit mit den Grünen oder der SPD habe. Eine Koalition mit der AfD schloss er aus, warnte jedoch, dass Merz durch gemeinsame Abstimmungen mit der AfD im Bundestag die Tür für eine solche Debatte geöffnet habe. Olaf Scholz setze derweil auf schwierige Koalitionsverhandlungen für Merz. Kabarettist Jürgen Becker brachte sogar eine rot-rot-grüne Regierung ins Gespräch, falls die Linke den Einzug in den Bundestag schafft. Linken-Politiker Gregor Gysi bekräftigte, dass er bei einer Wiederwahl die vollen vier Jahre im Parlament bleiben wolle. Dabei hoffe er, als Alterspräsident erstmals ohne Redezeitbegrenzung sprechen zu können.

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